Was ist Tschau Sepp?
Tschau Sepp ist eines der bekanntesten Schweizer Kartenspiele und gilt als idealer Einstieg in die Welt des Jassens. Es ist eine Variante des deutschen Mau-Mau, international bekannt als Crazy Eights. Gespielt wird mit Schweizer Jasskarten (36 Karten in den Farben Rosen, Schellen, Schilten und Eichel) oder einem französischen Piquet-Deck.
Das Ziel ist einfach: Wer als Erster alle seine Handkarten loswird, gewinnt. Dabei gibt es zwei wichtige Ausrufe, die dem Spiel den Namen geben: Sepp bei der vorletzten Karte und Tschau bei der letzten.
Spielablauf
- Jeder Spieler bekommt zu Beginn 7 Karten auf die Hand.
- Die restlichen Karten bilden den verdeckten Nachziehstapel. Die oberste Karte wird offen daneben gelegt und bildet die Ablage.
- Reihum legt jeder Spieler eine Karte ab, die entweder in der Farbe oder im Wert mit der obersten Ablage-Karte übereinstimmt.
- Wer keine passende Karte hat, zieht eine Karte vom Nachziehstapel und kann sie sofort ausspielen, falls sie passt.
- Bei der vorletzten Karte ruft man laut "Sepp".
- Bei der letzten Karte ruft man "Tschau" und gewinnt das Spiel.
Die Spezialkarten
Was Tschau Sepp spannend macht, sind die Spezialkarten. Sie verändern den Spielfluss, können den Gegner zwingen Karten zu ziehen oder eine Runde auszusetzen.
Der nächste Spieler muss 2 Karten ziehen. Er kann jedoch selbst eine 7 darauf legen, dann zieht der übernächste 4 Karten. Mehrfach kombinierbar.
Der nächste Spieler setzt aus. Der Zug geht direkt zum übernächsten Spieler.
Wunschkarte: Der Spieler darf eine neue Farbe ansagen, die der nächste Spieler bedienen muss.
Muss mit gleicher Farbe oder einem weiteren Ass gedeckt werden. Beendet die Wunschfarbe eines Buben.
Tschau und Sepp: Die Ausrufe
Die beiden namensgebenden Ausrufe sind das Herzstück des Spiels. Wer sie vergisst, wird bestraft.
- Sepp rufst du, wenn du nur noch 2 Karten auf der Hand hast und die vorletzte ablegst. Vergisst du es, ziehst du 2 Strafkarten.
- Tschau rufst du, wenn du deine letzte Karte ablegst. Vergisst du es, ziehst du 4 Strafkarten und das Spiel geht weiter, du kannst nicht gewinnen.
Auf tschausepp.com erscheinen die beiden Buttons automatisch im richtigen Moment. Du musst sie nur klicken, bevor du die Karte spielst.
Tipps und Strategie
- Spezialkarten aufheben: Behalte 7er, 8er und Buben so lange wie möglich. Sie sind im Endspiel oft die beste Waffe.
- Farbe wechseln: Wenn du viele Karten in einer Farbe hast und der Gegner kurz vor dem Sieg steht, wechsle mit einem Buben die Farbe.
- Auf den Gegner achten: Wenn der Gegner nur noch 2 Karten hat, spiele aggressiv mit Strafkarten.
- Den Ruf nicht vergessen: Der häufigste Anfängerfehler ist, Sepp oder Tschau zu vergessen. Diese Strafkarten sind das, was dich am meisten Spiele kostet.
- Mit Asse aushalten: Asse sind oft die beste Antwort auf Wunschfarben. Spare sie für brenzlige Momente auf.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Spieler braucht Tschau Sepp?
Klassisch wird Tschau Sepp mit 2 bis 5 Spielern gespielt. Online auf tschausepp.com kannst du mit 2 bis 4 Spielern spielen, entweder gegen Freunde oder gegen Bots in drei Schwierigkeitsgraden.
Brauche ich für Tschau Sepp online eine Anmeldung?
Nein. Du kannst sofort ohne Anmeldung loslegen. Eine Registrierung lohnt sich nur, wenn du deine Statistiken speichern und in der Rangliste mitspielen möchtest.
Was bedeutet "Tschau Sepp" eigentlich?
"Tschau" ist eine schweizerdeutsche Form von "Ciao" und bedeutet "Auf Wiedersehen". "Sepp" ist eine Kurzform von "Josef". Die Spielregeln stammen vermutlich aus den 1930er-Jahren in der Schweiz.
Kann ich Tschau Sepp auch mit Skatkarten spielen?
Ja. Auch wenn das Spiel traditionell mit Schweizer Jasskarten gespielt wird, funktioniert es mit jedem Deck von 32 oder 52 Karten. Auf tschausepp.com nutzen wir originale Schweizer Jasskarten.
Wie unterscheidet sich Tschau Sepp von Mau-Mau?
Tschau Sepp ist die Schweizer Variante von Mau-Mau, mit einigen Eigenheiten: Es wird mit 36 Schweizer Jasskarten gespielt und die Ausrufe heissen Tschau und Sepp statt Mau und Mau-Mau.